Was sind die Auswirkungen von zu viel Dopamin?

Dopamin ist eine natürliche chemische Substanz, die aus der Aminosäure Tyrosin durch eine Mittelhirnstruktur, die so genannte Substantia nigra, hergestellt wird. Als Neurotransmitter überträgt Dopamin chemische Signale von den Dopamin-enthaltenden Neuronen zu Zielzellen, die Dopaminrezeptoren enthalten. Im Gehirn steuert Dopamin körperliche Bewegung, Gedächtnis, Aufmerksamkeit, Aufmerksamkeit, Emotionen und Wahrnehmung von Schmerz und Vergnügen. Als synthetisches Medikament wird Dopamin intravenös verabreicht, um das Herzminutenvolumen bei kardiogenen oder hypovolämischen Schocks zu erhöhen.

Schizophrenie und Psychose

Nach Angaben des "British Journal of Nursing" ist die Zunahme von Dopamin im limbischen System mit verdächtiger Persönlichkeit, Paranoia und Rückzug aus sozialen Situationen verbunden. Drogen wie Amphetamine und Kokain verursachen den Aufbau von Dopamin, was zu medikamenteninduzierter Psychose oder Schizophrenie führt. Bei der Parkinson-Krankheit degenerieren Dopamin-haltige Zellen in der Substantia nigra und sterben aus. Parkinson-Patienten, die mit zu viel L-Dopa, einem Vorläufer von Dopamin, behandelt werden, können Psychosen ähnlich wie Psychosen bei Schizophrenie erleben.

Erhöhtes Impulsverhalten

Bei Patienten mit Aufmerksamkeitsdefizit- / Hyperaktivitätsstörung und Parkinson-Patienten, die mit L-Dopa behandelt werden, die impulsives Verhalten zeigen, werden hohe Gehalte an Dopamin im Gehirn gefunden. Personen mit einem erhöhten Dopaminspiegel im Gehirn reagierten eher impulsiv mit der Notwendigkeit einer sofortigen Befriedigung. Dopamin spielt laut dem "Journal of Neuroscience" eine wichtige Rolle bei der Motivation, beim Lernen durch Verstärkung und Süchte wie Drogen, Essen, Alkohol, Tabak, Sex und Glücksspiel.

Prolaktin-Hemmung

Als Hormon wird Dopamin vom Hypothalamus sekretiert, um die Prolaktinhormonsekretion durch die Hypophyse zu hemmen. Zu viel Dopamin und abnorme Hemmung von Prolaktin wurden mit Menstruationsstörungen, verzögerter Pubertät, Unfruchtbarkeit und verminderter Immunität in Verbindung gebracht, sagt das "Journal of Immunology".

Geringe Nebenwirkungen

Das Merck-Handbuch beschreibt geringfügige Nebenwirkungen der intravenösen Verabreichung von Dopamin, zu denen Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, schneller Herzschlag und Reizungen oder Hautnekrosen an der Injektionsstelle gehören. Laut dem "Journal der Royal Society of Medicine" kann eine verlängerte Verabreichung von Dopamin bei hohen Dosen zu Gangrän der Finger und Zehen führen. Patienten wie Diabetiker mit Durchblutungsstörungen oder peripheren vaskulären Erkrankungen haben ein erhöhtes Risiko für Dopamin-Gangrän.

Anaphylaxie

Lebensbedrohliche Nebenwirkungen stehen im Zusammenhang mit anaphylaktischen Symptomen wie Atembeschwerden, Engegefühl in der Brust, Verfärbung der blauen Haut, Schwellung von Gesicht, Zunge oder Rachen sowie verminderter oder erhöhter Herzschlag mit oder ohne Arrhythmie.

Schau das Video: Glückshormone erklärt... Dopamin

Lassen Sie Ihren Kommentar